Streckgrenze

Die Streckgrenze ist die Spannung, bis zu der man einen linearen Zusammenhang zwischen Spannung und Dehnung annehmen kann. Bis zum Erreichen der Steckgrenze gilt das Hookesche Gesetz. Die Streckgrenze ist also die Grenze des elastischen Materialverhaltens. Wird die Belastung weiter erhöht, dann beginnt das Material zu fließen und das Material erhält eine bleibende plastische Verformung.

Für sie Streckgrenze sind verschiedene Formelzeichen im Gebrauch, z. B. \(R_e\) und \(\sigma_y\). Die Streckgrenze wird häufig in der Einheit N/mm² oder MPa angegeben.

Die Streckgrenze wird auch Fließgrenze oder Elastizitätslimit genannt.

Steckgrenze

Sie wird hauptsächlich für Stähle verwendet. Mit dem Zugversuch kann die Streckgrenze eines Materials ermittelt werden.

Bei Stahl lässt sich die Streckgrenze einfach bestimmen, da sie im Spannungs-Dehnungs-Diagramm eindeutig zu erkennen ist. Es gibt aber auch viele Materialien, bei denen die Streckgrenze nicht so ausgeprägt ist, z. B. bei Aluminium. Bei solchen Materialien wird häufig statt der Streckgrenze die 2 ‰-Dehngrenze verwendet.

Hier ein paar Werte für verschiedene Werkstoffe.

Baustahl nach EN 10025-2:2004-11

Werkstoff Streckgrenze [N/mm²]
S 185 185
S 235 235
S 275 275
S 355 355
S 450 450
E 295 295
E 335 335
E 360 360

Baustahl nach EN 10025-3:2004-11

Werkstoff Streckgrenze [N/mm²]
S 275 N / NL 275
S 355 N / NL 355
S 420 N / NL 420
S 460 N / NL 460

Baustahl nach EN 10025-4:2004-11

Werkstoff Streckgrenze [N/mm²]
S 275 M / ML 275
S 355 M / ML 355
S 420 M / ML 420
S 460 M / ML 460

Siehe auch:

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